(1. Oktober 2019) Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro war eine der Forderungen, die die Delegierten des Verdi-Gewerkschaftskongresses anzogen. Sie kamen zusammen, um über die Politik für die nächsten vier Jahre zu debattieren und zu entscheiden. Zu den wichtigsten Themen gehörten die Stärkung der Tarifverhandlungen, die Erhöhung der Mitgliederzahl und die Wahl der neuen Führung. Der Kongress verabschiedete seinen ersten Vorsitzenden Frank Bsirske emotional. Frank führte die Gewerkschaft seit ihrer Gründung im Jahr 2001 und wurde zum Gesicht der neuen und fortschrittlichen Gewerkschaft. Der Generalsekretär der EPSU dankte vor den rund 1000 Delegierten für die vielen Beiträge zur europäischen Gewerkschaftsbewegung und erinnerte: “Wir brauchen mehr und nicht weniger Europa, um uns den vielen Herausforderungen zu stellen, vor denen wir stehen”. Gemeinsam mit Forderungen von Verdi und DGB nach mehr öffentlichen Investitionen in öffentliche Dienstleistungen und öffentliche Infrastruktur. “Das Unternehmen muss endlich die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennen”, sagte Akman.

“Gehälter und Gehälter bei Amazon dürfen nicht mehr im Stil eines Herren des Herrenhauses festgelegt werden.” Amazon betreibt in Deutschland 12 Lagerund 11 Logistikzentren mit rund 13.000 Mitarbeitern, von denen 2.000 an dem Streik teilgenommen haben. Das neue NCBA weist interessante Punkte zum Zulieferwesen in der Logistikbranche auf. Dennoch erfordert die Durchsetzung dieser Vorschriften Überwachungsmaßnahmen vor Ort, die von Gewerkschaften und Inspektoren durchgeführt werden müssen. Darüber hinaus kann die Durchsetzung durch die Nichtanwendbarkeit der Vereinbarung auf Arbeitgeber behindert werden, die mit Genossenschaftsverbänden verbunden sind, die den Verhandlungstisch verlassen haben, weil sie sagten, dass die Vorschläge der Gewerkschaften für ihre Mitglieder nicht geeignet seien. Sie sagten auch, dass die Lohnerhöhungen, die schließlich von den anderen Arbeitgeberorganisationen vereinbart wurden, zu teuer seien. Mit der Vereinbarung wird der Auftragnehmer verpflichtet, seine wirtschaftliche und finanzielle Solidität zu zertifizieren: Im selben Monat schloss Verdi seinen ersten Tarifvertrag mit der Deutschen Lufthansa ab. [24] Kurze Zeit später wurde Verdi offiziell in den DGB aufgenommen. [25] Amazon hat wiederholt argumentiert, dass es sich um einen “verantwortungsvollen Arbeitgeber” handelt, obwohl es keinen Tarifvertrag gibt.

Die Löhne, die sie zahlt, seien “am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Arbeitsplätze üblich ist”. Der Anfangslohn vor Steuern in Deutschland beträgt mindestens 10,78 € pro Stunde, wobei Arbeitnehmer nach 24 Monaten durchschnittlich 2.397 € (2.702,50 USD) pro Monat verdienen. Vor vier Jahren hat die Deutsche Post DHL trotz der Proteste von ver.di ihre Paketzustellung an die neu gegründete DHL Delivery Gesellschaft ausgelagert. Diese ausgelagerten Fahrer wurden im Rahmen von Logistikvereinbarungen eingesetzt, die niedrigere Standards als Postvereinbarung haben und eine zweistufige Belegschaft schaffen. Verdi drängt seit mehr als sechs Jahren auf bessere Löhne für die Beschäftigten im Unternehmen. Die Gewerkschaft will auch einen Tarifvertrag, wie es im Einzel- und Versandhandel üblich ist. Die Insourcing der Paketzustellung beginnt am 1. Juli 2019. Das bedeutet, dass die derzeit 14.000 Mitarbeiter der DHL Delivery Gesellschaft höhere Monatsgehälter, ein 13. Gehalt, eine betriebliche Altersvorsorge, Einen Kündigungsschutz und bessere Karriereperspektiven erhalten.

Darüber hinaus hat sich ver.di mit dem Management darauf verständigt, sich bis Ende 2022 vor Entlassungen bei betriebsbedingten Kündigungen und bis 2020 vor Auslagerungen bei der Briefzustellung zu schützen. Im Dezember 2017 verlängerten die Sozialpartner den zwei Jahre zuvor ausgelaufenen Tarifvertrag für die italienische Logistikbranche. Das Abkommen befasst sich nach einer Zeit der Unruhen mit den anhaltenden Entwicklungen in diesem Sektor, die die sektoralen Geschäfts- und Beschäftigungsmerkmale erheblich umgestalten.